Transkranielle Magnetstimulation

Transkranielle Magnetstimulation

Darstellung eines Gehirns und der Zielregion der Stimulation
Bild-Großansicht
Grün markiert: Die Zielregion der Stimulation (dorsolateraler präfrontaler Kortex)

Die sog. repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) ist ein schonendes, nicht-invasives Verfahren der Hirnstimulation zur Behandlung depressiver Störungen.

Die Depression ist eine weit verbreitete Erkrankung, von der bis zu 20% aller Menschen im Verlauf ihres Lebens betroffen sind. Bei der Depression sind die Nervenzellaktivitäten in Hirnbereichen, die für die Lenkung von Gefühlen und Gedanken verantwortlich sind, verändert. Es kann zu Störungen von Hirnregionen sowohl im Sinne einer Unteraktivität als auch einer Überaktivität kommen. Dadurch kann es z.B. zu gedrückter Stimmung und Antriebsstörungen, aber auch zu intensivem Grübeln und der verstärkten Wahrnehmung negativer Informationen kommen.

Seit einiger Zeit steht die transkranielle Magnetstimulation, neben den Methoden der Psychotherapie und Pharmakotherapie, als innovative und wirksame Behandlungsmethode zur Verfügung. Sie wird gezielt eingesetzt und kann in genau dem Hirnareal für eine Harmonisierung der Hirnaktivität sorgen, in dem bei depressiven Menschen eine Dysbalance sowohl der elektrischen Aktivität der Nervenzellen als auch der hierdurch ausgeschütteten Botenstoffe (Neurotransmitter) herrscht. Weltweit wurde die rTMS erfolgreich in Therapiestudien eingesetzt und sie wurde in die deutschen Therapieleitlinien der psychiatrischen Fachgesellschaft (DGPPN) als Behandlungsform aufgenommen. Die LVR-Klinik Düren kann bereits auf eine mehrjährige Erfahrung mit der Methode zurückblicken. Sie verfügt über ein rTMS-Gerät der neuesten Generation (sog. Theta-Burst-Stimulation).

Zu sehen sind drei Mitarbeitende
Bild-Großansicht
Das Team: Dr. Busch, I. Kleinert, C. Felden (v. l. n. r.)

Bei der rTMS wird mittels einer Magnetspule ein darunter liegendes, genau definiertes Hirngebiet elektrisch stimuliert. Die Methode ist völlig schmerzfrei und hat in der Regel keine Nebenwirkungen. Die Stimulation wird täglich im Rahmen des stationären Aufenthaltes durchgeführt und dauert nur ca. 10 Minuten. Dabei erfolgt eine versierte Betreuung durch speziell geschultes medizinisch-technisches Personal und einen Facharzt für Neurologie.

Die transkranielle Magnetstimulation ist eine wertvolle Ergänzung im Rahmen des individuellen, stationären Behandlungskonzeptes. Sie steht in Deutschland nur an ausgewählten Standorten zur Verfügung. Die LVR-Klinik Düren freut sich, diese Behandlungsoption den Menschen in der Region anbieten zu können!

Einen kurzen Film zu der Behandlung finden Sie hier:

(Verlinkung mit freundlicher Genehmigung des Universitätsklinikums Tübingen)

Nach oben